Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von technisch notwendigen Cookies einverstanden. Die Website verwendet außerdem Tracking Cookies, um die Nutzung durch Besucher besser zu verstehen und eine bessere Bedienbarkeit zu erreichen. Diese können Sie hier deaktivieren. Mehr dazu in unserer  Datenschutzerklärung.

26.06.19 – gfu-Studie

TV-Geräte: Es zählt vor allem die Größe

Für 60 % der weiblichen Befragten ist ein größerer Bildschirm das Top-Kriterium zur Anschaffung eines neuen TV-Gerätes, so die aktuelle Studie der gfu.

gfu-Konsumentenstudie-2018.jpg

Der Hauptgrund, sich einen neuen Fernseher anzuschaffen, ist der Wunsch nach einem größeren Bildschirm. © gfu

 

Erste Ergebnisse der jährlichen Studie, die en detail Mitte Juli bei den Innovations Media Briefings in Berlin vorgestellt wird, veröffentlichte die gfu Consumer & Home Electronics GmbH, Veranstalter der IFA, bereits jetzt.

1. Wie bekannt sind Fachbegriffe und Funktionalitäten, die mit den neuen Technologien und Entwicklungen im Markt aufkommen, unter den Verbrauchern?

Wenn es sich nicht gerade um Anglizismen oder kryptische Abkürzungen handelt, sind sich die meisten deutschen Verbraucher sicher, auch besonders neue und aktuelle Fachbegriffe zu kennen und anderen Personen erklären zu können. Auf die Frage, wie gut sie verschiedene Begriffe kennen, zeigte sich folgendes Ergebnis:

  • Sprachassistent/Sprachsteuerung: 84 %
  • Digitalradio: 76 %
  • Künstliche Intelligenz – KI: 70 %
  • Video on Demand – VoD: 61 %
  • 5 G: 55 %
  • Ultra HD/4k: 50 %
  • OLED: 32 %
  • HDR: 26 %

2. Was sind die konkreten Gründe für die Neuanschaffung noch in diesem Jahr?

Hier zeigt sich ein großer Unterschied der Geschlechter: Insgesamt für 52 % der Studienteilnehmer ist ein größerer Bildschirm der wichtigste Kaufgrund, wobei dieses Kriterium häufiger von Frauen (60 %) als von Männern (46 %) genannt wurde. An zweiter Stelle rangiert mit 44 % der Smart TV mit Internetzugang. Auch hier gibt es eine Diskrepanz zwischen den weiblichen mit 51 % und den männlichen Teilnehmenden mit 39 %. Eine bessere Bildauflösung ist mit 39 % für beide Geschlechter gleich wichtig. Ein OLED-TV ist für 19 % ein Kaufgrund. Dies ist allerdings für Männer mit 25 % deutlich wichtiger als für Frauen mit nur 11 %.

Das Ergebnis untermauere, so die gfu, den Trend zu größeren Bilddiagonalen. So erwägen 25 % den Kauf eines TVs mit einem Bild zwischen 48 und 55 Zoll (121 bis 138 cm), 30 % würden ein Gerät mit 55 bis 65 Zoll (138 bis 165 cm) kaufen und 10 % würden zu einem Gerät mit über 65 Zoll greifen.

3. Welche Geräten werden bevorzugt für die Wiedergabe von Bewegtbild-Inhaltengenutzt?

Zu Wiedergabe von Videostreaming und den Mediatheken der TV-Sender dominiert bei allen Altersgruppen mit insgesamt 84, beziehungsweise 82 %, eindeutig der Fernseher. Für Videoportale wie YouTube liegt das Smartphone mit 36 % vorn, Platz zwei belegt das TV-Gerät mit 24 %. Dabei gibt es große Altersunterschiede: So bevorzugen 50 % der 16- bis 39-Jährigen das Smartphone, aber nur 27 % der 40- bis 59-Jährigen und nur 18 % der über 60-Jährigen. Beim TV ist die Verteilung umgekehrt: 22 % bei der Altersgruppe 16 bis 39, 24 % bei den 40- bis 59-Jährigen und 28 % bei den über 60-Jährigen.

4. Wie viel sind sie bereit für ein neues TV-Gerät auszugeben?

Hier zeigt sich wiederholt eine große Diskrepanz: So zeigten sich die Befragten der gfu-Studie bereit, durchschnittlich 1018 Euro für das nächste Fernsehgerät auszugeben. 48 % planen sogar Ausgaben von mehr als 1000 Euro und 28 % von über 1.500 Euro – laut HEMIX liegt der Durchschnittspreis aller verkauften TV-Geräte aktuell allerdings nur bei 576 Euro. „Industrie und Handel gelingt es offenbar nicht, die Ausgabebereitschaft der Konsumenten in vollem Umfang abzurufen”, kommentiert Hans-Joachim Kamp, Aufsichtsratsvorsitzender der gfu, die Teilergebnisse der Studie. „Dass die Konsumenten im Schnitt bereit sind, rund 75 % mehr für ein TV-Gerät auszugeben, entspricht immerhin einer Differenz von 442 Euro zum aktuellen Durchschnittspreis.“