24.03.26 – Neuausrichtung vorgestellt

ElectronicPartner vermeldet erfolgreichen Kongress

Am 20. und 21. März 2026 trafen EP:Fachhändler, Medimax-Unternehmer und zahlreiche weitere Verbundgruppen-Mitglieder auf ihre Ansprechpartner aus der Zentrale und der gesamten Branche. Laut der Verbundgruppe bot der ElectronicPartner-Kongress 2026 im Crowne Plaza Hotel Düsseldorf-Neuss „positive Signalwirkung“.

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„Unsere Zukunft liegt in unserer gemeinsamen Stärke“ – so motivierte der neue EP-Vorstand (v. l. n. r. Greta Ziob, Patrick van Tent & Matthias Assmann) auf dem EP-Kongress 2026 die Mitglieder der Verbundgruppe. © ElectronicPartner Handel SE

 

Der fünfte EP-Kongress habe mit über 50 ausstellenden Industrie- und Dienstleistungspartnern, rund 80 Workshops und vielen neuen Impulsen eine Plattform für Wissenstransfer, Vernetzung und offene Gespräche geboten, die rund 900 Teilnehmende über die zwei Tage genutzt hätten:

  • Neue Themenlounge: Die neue Themenlounge bot allen Besucherinnen und Besuchern einen Treffpunkt für intensiven Austausch zu Marketing- und E-Commerce-Themen, Personalfragen und Energielösungen im Rahmen von WENDEpunkt.

  • Reparatur im Fokus: Ebenfalls neu war der Auftritt des frisch etablierten ServiceNetzwerks mit seinen fünf Partnern Aswo, Elektronik Service Küsters, Krix Academy, repartly und Weyrauch Repair. Die Spezialisten bündelten ihr Know-how zudem in einem gemeinsamen Workshop und vermittelten praxisnahe Ansätze rund um Reparaturservices. Gardy Kanzian, Leiterin ReparaturServices bei ElectronicPartner, betont dazu: „Reparatur ist kein Nischenthema mehr, sondern ein strategisch wichtiger Bestandteil nachhaltiger Geschäftsmodelle. Gleichzeitig ist es ein sehr komplexes Thema, sowohl in Bezug auf die praktische als auch die rechtliche Umsetzung. Hier kommen wir ins Spiel!“

  • Weitere Workshops: deckten ein breites Branchenspektrum ab – von TV, Audio und Weißer Ware bis hin zu Servicekonzepten.

Insgesamt habe der Kongress ein Signal für die Zukunft gesetzt: die Stärken verbinden für einen starken Verbund. Passend dazu der klare Appell des EP-Vorstands an alle Mitglieder und Industriepartner: „Unsere Zukunft liegt in unserer gemeinsamen Stärke. Alle Akteure – Mitglieder, Mitarbeitende, Partner – müssen aus unserer Verbundgruppe eine starke VERBUND-Gruppe machen. Nur dann können wir von unserer eigenen Struktur vollumfänglich profitieren, indem wir die Kompetenzen aller Akteure bündeln, um Kundinnen und Kunden ganzheitliche Lösungen zu bieten, die über die Möglichkeiten des Einzelnen hinausgehen.

Strategischer Wandel im Fokus

Inhaltlich stand der Kongress ganz im Zeichen eines grundlegenden Perspektivwechsels: Die zentrale Botschaft lautete, dass sich der Fachhandel nicht länger nur auf die Optimierung bestehender Strukturen konzentrieren darf. „Wir haben in den vergangenen Jahren die Raupe optimiert – doch das reicht nicht mehr aus“, erklärte ElectronicPartner-Vorstand Matthias Assmann. Stattdessen gelte es, sich spürbar und sichtbar weiterzuentwickeln. „Wir müssen – sinnbildlich – zum ‚Schmetterling‘ werden und so die Transformation der Verbundgruppe hin zu einem noch stärkeren, vernetzten System ermöglichen.“

In Folge der im Januar gestarteten Neuausrichtung will sich ElectronicPartner verstärkt als Anbieter von Komplettlösungen aufstellen und damit Service, Kompetenz und konsequente Kundenorientierung in den Mittelpunkt rücken. Greta Ziob, Vorständin von ElectronicPartner, erklärt dazu: „Mit unserer Neuausrichtung schaffen wir die Grundlage für nachhaltiges Wachstum. Wir befähigen unsere Mitglieder, voneinander und stärker als bisher von uns als Zentrale zu profitieren, damit sie sich durch klare, lösungsorientierte Angebote im Markt positionieren können.“ Dies könne nur gelingen, wenn sich der gesamte Organismus der Verbundgruppe transformiere: von der Zentrale über die Mitglieder bis zur Industrie.

Dafür kündigte ElectronicPartner eine gezielte Neuausrichtung des Marken-Konzepts, der Marketingaktivitäten sowie der Plattform-, Bestell- und Logistikprozesse an. Gleichzeitig will die Kooperation Angebote und Kommunikation konsequent auf ein integriertes, lösungsorientiertes Kundenerlebnis umstellen – unabhängig von klassischen Online- oder Offline-Grenzen. „Die Umsetzung erfolgt im Rahmen eines starken, partnerschaftlich organisierten Netzwerks aus Mitgliedern und Lieferanten, das auf gemeinsamen Prinzipien, klarer Positionierung und Commitment basiert“, erklärt Patrick van Tent, seit 1. März 2026 neues Mitglied im Vorstand von ElectronicPartner. Gleichzeitig schärfe die Verbundgruppe ihre Markenrichtlinien und fördere ein konsistentes Markenerlebnis, um die Balance zwischen unternehmerischer Freiheit und notwendiger Einheitlichkeit zu sichern.

Übringens: Wer Patrick van Tent näher kennenlernen möchte, sei auf den Elektromarkt 01/2026 verwiesen: Die am 31. März erscheinende Ausgabe enthält ein erstes Kurz-Interview mit dem neuen EP-Vorstand.

Neuausrichtung baut auf stabilem Vorjahr auf

Die geplante Neuausrichtung kann dabei auf einem stabilen Fundament aufbauen, wie der Vorstand im Rahmen des Kongress weiter bekannt gab: ElectronicPartner habe das Geschäftsjahr 2025 mit einem Zentralumsatz von rund 1,2 Mrd. Euro abgeschlossen. Damit sei der Umsatz im dritten Jahr in Folge stabil geblieben. In Deutschland habe die Verbundgruppe ein Umsatzwachstum von 1,4 % verzeichnet. Deutlich gestiegen sei der Umsatz in der Schweiz, während es in den Landesgesellschaften Österreich und Niederlande leichte Rückgänge gegeben habe, die Ergebnisse aber auch hier im Wesentlichen stabil geblieben seien.

  • Die Marke EP: behauptet sich: Der Fachhandel unter der Marke EP: habe 2025 im Vergleich zum Vorjahr ein flächenbereinigtes Umsatzplus von 1,4 % zu verzeichnen. Gleichzeitig habe sich die Marke besser entwickelt als der Vergleichsmarkt laut GfK und liege hier +0,6 Prozentpunkte über dem Durchschnitt. Im Laufe des Jahres habe es insgesamt 38 Neueinstiege in die Verbundgruppe gegeben: 13 Fachhändlerinnen und Fachhändler traten der Marke EP: bei, 21 weitere wurden Mitglied als ServicePartner und weitere vier als eigenprofilierte Unternehmen. Zehn dieser Neuzugänge traten aus anderen Kooperationen über und in 13 Fällen konnte ein Standort erfolgreich übernommen werden.

  • Medimax vor Herausforderungen: Die allgemeinen negativen Entwicklungen in der Großfläche hätten in 2025 auch Auswirkungen auf die Fachmarktlinie Medimax gehabt, die ein Umsatzminus von -6,6 % zum Vorjahr verzeichnete. „Große Flächen stehen massiv unter Druck und haben nur dann eine Zukunft, wenn sie sich mehr in Richtung Fachhandel entwickeln“, ist Patrick van Tent überzeugt. „Unsere Medimax-Franchisepartnerinnen und -partner sind hier auf einem guten Weg und wir unterstützen sie in der Transformationsphase mit den notwendigen Angeboten, um Know-how und Serviceangebot auszubauen.“

  • Auf der Überholspur: comTeam: Matthias Assmann, im EP-Vorstand verantwortlich für comTeam, erklärt: „Unsere dritte Kernmarke, das Technologie-Netzwerk comTeam, hat uns in 2025 erneut große Freude bereitet: mit einer Umsatzsteigerung von 18,5 % zum Vorjahr sowie einer deutlichen Ergebnissteigerung.“Ausschlaggebend seien u. a. die Ablösung von „Windows 10“ und der starke Boom bei KI gewesen.

  • WENDEpunkt wächst: Die auf nachhaltige Energielösungen ausgerichtete Marke WENDEpunkt habe im vergangenen Jahr ihre Marktposition deutlich ausgebaut und das Leistungsportfolio konsequent erweitert. In Deutschland arbeiteten inzwischen 141 EP-Mitglieder als vollumfängliche Anbieter für erneuerbare Energien. Neben Photovoltaik, Wärmelösungen, Klimageräten und Heimenergiemanagementsystemen gehören nun auch PV-Zäune und PV-Terrassenüberdachungen zum Angebot. „Die erfolgreiche Teilnahme an der ,SustainableSolutions‘-Messe in Düsseldorf führte zu 17 Eintritten von Fachbetrieben aus dem Bereich erneuerbare Energien in die Verbundgruppe“, berichtet Matthias Assmann. Auch international setze sich der Wachstumskurs fort: In Österreich wurden 52 EP-Mitgliedsbetriebe in das Konzept integriert, auch in der Schweiz ist der Markteintritt erfolgt und erste Betriebe zeigten konkretes Interesse.