15.01.26 – Strukturelle und personelle Anpassungen
Neuausrichtung bei ElectronicPartner gestartet
Die Verbundgruppe ElectronicPartner hat die Umsetzung „notwendiger struktureller und personeller Anpassungen“ am Standort Düsseldorf für die kommenden Monate angekündigt. Die Neuorganisation ist Teil einer Offensive für das Jahr 2026 mit dem Ziel, das eigene Mitglieder-Netzwerk als führenden lokalen Lösungsanbieter für Technik und Service zu positionieren.
Laut einer Pressemeldung von ElectronicPartner beinhaltet diese Neuorganisation in der Zentrale in Düsseldorf auch einen Stellenabbau. Dabei wolle man aber der eigenen Linie treu bleiben, indem der Transformationsprozess verantwortungsbewusst, fair und mit sozialer Rücksichtnahme durchgeführt werden soll – in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern. Vorstand Matthias Assmann rechtfertigt das Vorgehen: „Der Spruch ‚Handel ist Wandel‘ ist so alt wie die Branche selbst und wird immer Gültigkeit behalten. Wir müssen uns ständig weiterentwickeln, Warten hilft niemandem – nicht unseren Mitgliedern, nicht unseren Mitarbeitenden, nicht uns als Unternehmen. ElectronicPartner hat sich in seiner Geschichte mehrfach erfolgreich gewandelt: überlegt, konsequent und mit ruhiger Hand – und das werden wir nun wieder tun. Wir agieren und bleiben dabei eigenständig und gestalten unsere Zukunft selbst.“ Teil dieser Selbstgestaltung sei auch, dass das Unternehmen, welches sich nach wie vor im Besitz der Gründerfamilie befindet, die Neuausrichtung aus eigener Kraft gestalten werde, ohne finanzielle Unterstützung.
Transformation zum Lösungsanbieter
Die geplante Offensive umfasst auch eine Neuausrichtung der Verbundgruppe, angestrebt wird eine Transformation zum Lösungsanbieter. Laut Vorstand Friedrich Sobol sei es für den stationären Fachhandel aktuell von zentraler Bedeutung, eine Differenzierung zum Wettbewerb über Service, Kompetenz und Vertrauen zu schaffen – Eigenschaften, die vom Konsumenten zunehmend wichtiger eingeschätzt würden als die Produkte selbst: „Hier wird unser Fokus liegen. Wir wollen agieren und nicht reagieren – das haben wir immer getan und das tun wir auch jetzt. Wir werden weiterhin die Zukunft des stationären Elektronikhandels mitgestalten und so ein verlässlicher und verantwortungsvoller Partner für unsere Mitglieder bleiben.“
Basis vorhanden
Die Basis dafür sieht ElectronicPartner bereits vorhanden: Mit über 5.000 Mitgliedsbetrieben sei man das größte Elektronik-Vertriebsnetzwerk in Deutschland, Österreich, den Niederlanden und der Schweiz. Mit der bereits vor über zehn Jahren gestarteten Qualitätsoffensive bei EP: und der Privatisierung von MEDIMAX habe man zudem einen klaren Fokus auf lokales Unternehmertum und kundenzentrierten Service gelegt. Mit starken Kooperationen (wie mit der MHK im Bereich Küche) und der Erschließung neuer Warenbereiche (wie die der nachhaltigen Energiegewinnung mit der Marke WENDEpunkt) habe man auch das Kompetenzportfolio stetig erweitert. Zusätzlich sei das Technologie-Netzwerk comTeam die Nummer eins im unabhängigen Systemhausgeschäft, mit neuen Wachstumsfeldern wie IT-Sicherheit, Künstliche Intelligenz und Robotik.
Künftigen Bedarf erkennen
Als Chance sieht man bei ElectronicPartner das wachsenden Segment Elektrotechnik: Dort fehle es aktuell an einem flächendeckenden Vertriebs- und Service-Netzwerk, das Beratung, Installation, Integration, Reparatur und langfristigen Service aus einer Hand biete. Genau dieses Netzwerk könne und wolle ElectronicPartner sein – lokal verankert, technisch kompetent, nachhaltig und zuverlässig. Bereits jetzt sei man durch die strategische Zusammenarbeit mit der KRIX Academy, mit ASWO und mehr als 1.000 zertifizierten Servicepartnern der aktuell stärkste Anbieter im Markt.
Erste konkrete Ergebnisse der Maßnahmen und weitere Zielsetzungen für die Neuausrichtung will der EP-Vorstand zum ElectronicPartner Kongress am 20. und 21. März 2026 präsentieren.



