20.01.26 – NIQ-Studie

Kaufkraft wächst um 5 %

Einer aktuellen NIQ-Studie zufolge wird die Kaufkraft der Deutschen im laufenden Jahr insgesamt zunehmen wird. Jedoch gibt es allerdings regionale Unterschiede. Und: Der Osten holt weiter auf.

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Laut NIQ steigt die Pro-Kopf-Kaufkraft in Deutschland 2026 um 1466 Euro. © Meisenbach Verlag GmbH/KI generiert

 

Mit durchschnittlich 31.193 Euro pro Kopf liegt die Kaufkraft der Deutschen im Jahr 2026 5 % über der des Vorjahrs. Damit stehen den Verbrauchern hierzulande 1.466 Euro mehr für Konsumausgaben, Wohnen, Freizeit oder zum Sparen zur Verfügung. Insgesamt prognostiziert NIQ eine Kaufkraftsumme von 2.607,0 Mrd. Euro. Für die Prognose das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Transferzahlungen wie Renten, Arbeitslosen- und Kindergeld berücksichtigt. Wie viel davon real für für die Ausgaben der Bürger übrigbleibt, hängt davon ab, wie sich 2026 die Verbraucherpreise entwickeln werden.

Regionale Unterschiede

Innerhalb Deutschlands macht NIQ regionale Unterschiede aus: So liegen die Bayern 2026 knapp 8 % über dem Bundesdurchschnitt und mit einem Pro-Kopf-Budget von 33.666 Euro auf Platz eins. Dahinter liegen Hamburg und Baden-Württemberg. Die neuen Bundesländer folgen einem sich bereits in den vergangenen Jahren abzeichnenden Trend, haben die größten Kaufkraftzuwächse und holen daher weiter auf. Am stärksten profitiert Berlin mit einem Indexplus von 0,9 Punkten und 30.178 Euro Kaufkraft pro Kopf. Mit Blick auf Stadt- und Landkreise ergibt sich ein ähnliches Bild wie in der Vergangenheit. Unangefochtener Spitzenreiter unter den 400 deutschen Stadt- und Landkreisen bleibt der Landkreis Starnberg mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 42.751 Euro. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Land- und Stadtkreis München.

Potenzielle Auswirkungen

Es bleibt abzuwarten, ob sich die gestiegene Kaufkraft auch positiv auf den Handel auswirken wird. Grund zur Hoffnung gibt der „Consumer Trends Report 2026“ von Capgemini. Demnach kompensieren Verbraucher finanzielle Sorgen mit kleinen Alltags-Belohnungen. Bei notwendigen Alltagsausgaben achten sie der Studie zufolge eher aufs Geld, um sich kleine Belohnungen leisten zu können, durch die sie sich besser fühlen.

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