07.04.26 – Zentrale Trends für die Branche 2026
4. Die Pflicht des Handels: Mehrwert oder Irrelevanz
Wenn KI den Preisvergleich und die Beschaffung von Standardware übernimmt, was bleibt dem stationären Handel? Die Antwort lautet: alles, was sich nicht digitalisieren lässt. Der Handel muss sich 2026 so klar positionieren wie nie zuvor. Das reine „Verteilen von Ware“ ist kein Geschäftsmodell mehr.
Händler müssen Einkaufserlebnisse schaffen, die nicht replizierbar sind. Das bedeutet: Kuratierung statt Masse, Lösungskompetenz statt Datenblatt-Vorlesen. Ein echtes Umdenken ist gefordert. Doch auch der Handel selbst muss KI integrieren – nicht als Ersatz, sondern als „Augmentation“ für das Verkaufspersonal.
In den USA sehen wir bereits Flagship-Stores, in denen Verkäufer in Echtzeit per Tablet KI-gestützte Entscheidungshilfen nutzen, um komplexe Kundenbedürfnisse (z. B. Vernetzung im Smart-Home) zu lösen. Der Point of Sale (PoS) muss zum Point of Experience (PoE) werden. Wer das nicht leistet, wird zur reinen Abholstation degradiert.



