07.04.26 – Zentrale Trends für die Branche 2026

1. Das Jahr des Katers: Marktbereinigung und gedämpfte Nachfrage

Der Start in das Jahr 2026 ist steinig. Die Hoffnung auf einen schnellen Aufschwung hat sich als trügerisch erwiesen. Ein Blick in die Lager des Handels zeigt: Die Bestände sind hoch, der erhoffte Abverkauf im Jahresendspurt 2025 blieb vielerorts hinter den Erwartungen zurück.

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Noch schwerer wiegt die psychologische Komponente: Die Konsumstimmung in Europa verharrt auf niedrigem Niveau. Wir sehen eine Sparquote, die sich in Deutschland hartnäckig über der Elf-Prozent-Marke hält. Die Angst um den Arbeitsplatz – getrieben durch Transformationsprozesse in der Automobil- und Industriebranche – lähmt die Anschaffungsneigung. Erschwerend kommt hinzu, dass der Immobilienmarkt als klassischer Treiber für weiße Ware (Einbaugeräte) noch im Winterschlaf liegt. Zwar stabilisieren sich die Zinsen, doch aufgrund der langen Vorlaufzeiten bei Bauprojekten werden Renovierungen und Neubauten erst im zweiten Halbjahr 2026 wieder nennenswerte Impulse liefern.

Die Konsequenz ist eine weitere Konsolidierung. Für kleinere Marken wird die Luft dünn. Wer die notwendigen Skaleneffekte in der Fertigung und Logistik nicht erzielen kann, wird vom Markt verschwinden oder geschluckt werden.