08.01.26 – Verband der deutschen Messewirtschaft

Auma: Messewirtschaft ist Schlüsselindustrie

Die deutsche Messewirtschaft leistet einen zentralen Beitrag zur wirtschaftlichen Stärke des Landes. Das zeigt eine aktuelle Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos im Auftrag des Verbands der deutschen Messewirtschaft Auma.

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Das Messejahr 2026 beginnt mit der europäischen Leitmesse für Werbeartikel und Merchandising, PSI, in Düsseldorf. © Auma

 

Laut der Studie erzeugt die Branche Jahr für Jahr wirtschaftliche Effekte von mehr als 30 Mrd. Euro, sichert mindestens 280.000 Arbeitsplätze und trägt rund 5,4 Mrd. Euro zu den Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen bei. Befragt wurden über 33.700 Besucherinnen und Besucher sowie mehr als 17.700 ausstellende Unternehmen. Die Erhebung fand zwischen September 2024 und Oktober 2025 auf 30 Messen an zehn deutschen Messeplätzen statt. Erste Ergebnisse einzelner Standorte unterstreichen die gesamtwirtschaftliche Bedeutung. So hat die Messe Frankfurt als erste ihre Zahlen bekannt gegeben: Sie sichert deutschlandweit mehr als 30.000 Arbeitsplätze und generiert 667 Mio. Euro Steuereinnahmen.

Auma-Vorsitzender Philip Harting hebt die internationale Rolle der Branche hervor und formuliert zugleich klare politische Erwartungen:

„Die deutsche Messewirtschaft ist Schlüsselindustrie für die internationale Vernetzung und eine Exportförderung ersten Ranges. Zwei Drittel aller Leitmessen der Weltwirtschaft finden in Deutschland statt. Kaum zu überschätzen ist ihre Bedeutung für den deutschen Mittelstand, für den Messen die idealen Absprungplätze sind, um internationales Geschäft aufzubauen. Unschätzbar sind Messen als Wirtschaftsbooster ganzer Regionen, für Gastgewerbe, Einzelhandel und Handwerk.“ Gleichzeitig fordert Harting Unterstützung durch Bund und Länder, unter anderem durch eine moderne und digitale Visa-Vergabe, eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur, weniger Berichtspflichten sowie passende Messe-Förderprogramme, um die internationale Spitzenposition Deutschlands zu sichern.

Der Ausblick auf die kommenden Jahre fällt positiv aus. Das Messejahr 2026 startet mit der europäischen Leitmesse für Werbeartikel und Merchandising PSI in Düsseldorf. Insgesamt sind 320 Messen auf rund 70 deutschen Messeplätzen geplant. Besonders viele Veranstaltungen finden in Stuttgart mit 25 Messen statt, gefolgt von Köln und Nürnberg mit jeweils 24 Messen. Auch der Rückblick auf 2025 zeigt eine erfreuliche Entwicklung. Laut ersten Auma-Hochrechnungen wurden auf 304 Messen insgesamt 190.490 Aussteller gezählt, ein Plus von 0,7 % gegenüber den jeweiligen Vorveranstaltungen. Die vermietete Standfläche stieg ebenfalls um 0,7 % auf mehr als 6,9 Mio. m². Besonders deutlich wuchs die Zahl der Besucherinnen und Besucher, die um 3 % auf über 12,8 Mio. anstieg.

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