13.03.26 – Geschäftsbericht zum vergangenen Jahr
Wertgarantie Group hat sich 2025 stark behauptet
Kontinuierliches Wachstum, starke Kundenbindung und gelebte Nachhaltigkeit in einem anspruchsvollen Marktumfeld zeichneten das abgelaufene Geschäftsjahr der Wertgarantie Group aus. Die Gruppe zieht daher für das Geschäftsjahr 2025 eine insgesamt positive Bilanz.
„In einem weiterhin von Konsumzurückhaltung, Preissteigerungen und Unsicherheiten geprägten Umfeld ist es unserer Unternehmensgruppe gelungen, die Position weiter zu stärken, die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells zu beweisen und zentrale Zukunftsthemen gezielt voranzutreiben“, ordnete Patrick Döring, Wertgarantie-Vorstandsvorsitzender, anlässlich der Jahres-Pressinfo ein. Angesichts eines dauerhaft schwachen konjunkturellen Umfelds, einer stagnierenden Wirtschaftsleistung und einer hohen Sparquote sah sich Wertgarantie mit anspruchsvollen Rahmenbedingungen konfrontiert, verdeutlicht Döring: „Neben den vielfältigen Sorgen unserer Zeit – von globalen Krisen bis zu gesellschaftlichen Unsicherheiten – ist die Sorge vor einem Verlust des Wohlstandes deutlich in einer Kaufzurückhaltung erkennbar. Ein Unternehmen wie das unsere, das im Konsumbereich Versicherungen anbietet, bekommt diese Entwicklung unmittelbar zu spüren. Entscheidend ist für uns: Wir haben diese Herausforderungen souverän bewältigt!“
Übersicht des Geschäftsjahres 2025 der Wertgarantie Group
Neugeschäft von 1,8 Mio. Verträgen.
Der Bestand wuchs auf 8,7 Mio. Verträge.
Die Beitragseinnahmen stiegen auf 424 Mio. Euro.
Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote lag konzernübergreifend bei 91,9 %.
Die Wertgarantie Group verzeichnete Schadenszahlungen in Höhe von 231 Mio. Euro.
Der Konzern erwirtschaftete einen Jahresüberschuss von 35 Mio. Euro.
Die Zahl der Beschäftigten stieg bis zum Jahresende auf über 1.360.
Entwicklung bei Wertgarantie
Bestandwachstum
Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen habe man das Geschäftsjahr im CE-Bereich länderübergreifend erfolgreich abschließen können: Über 1,6 Mio. Neuverträge wurden erzielt, der Bestand konnte ausgebaut werden und liegt bei insgesamt 7,8 Mio. Kunden. Patrick Döring hebt hervor: „Auch ohne Rückenwind aus dem Konsum hat sich gezeigt, dass unser Geschäftsmodell trägt – vor allem durch engagierte Partner und unser starkes Team im Außendienst und Innendienst.“
Fachhandel bleibt zentral
Der Fachhandel bleibt für Wertgarantie wichtigster Vertriebskanal. Das sei der Ort, an dem Beratung, Service und Versicherung zusammenkommen. Beispielhaft habe sich erneut die Warengruppe „Weiße Ware“ als stärkstes Segment bei Wertgarantie behauptet. „Einerseits basiert dies auf unseren Trainings für Techniker, Werkstattteams und Kundendienste. Andererseits profitieren wir erheblich von unseren engen Kooperationen mit BSH, Miele und Liebherr“, erklärt Döring dazu. Zudem habe sich das Festhalten an der Gebrauchtgeräte-Strategie ausgezahlt. „Und wir sehen hier trotz vieler Wettbewerber noch weiteres Potenzial, da kaum mehr als drei Prozent aller Geräte in den Haushalten gegen Reparaturkosten versichert sind.“
Ausblick aktuelles Geschäftsjahr
Für das aktuelle Geschäftsjahr hat sich Wertgarantie viel vorgenommen – trotz der weiterhin herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen blicke man sehr zuversichtlich auf das aktuelle Geschäftsjahr: Das Unternehmen verfolge die ökonomischen Entwicklungen kontinuierlich und richte sich strategisch mit dem Blick nach vorn aus. „Wir sind mit Optimismus und Augenmaß in das Jahr 2026 gestartet“, verdeutlicht Patrick Döring. „Wir rechnen in diesem Jahr mit moderatem Wachstum, getragen von stabilen Partnerschaften. Wir werden den Markt weiter mit Aktionen, Services und neuen Ideen beleben – so wie man uns kennt!“
Neu: Küchenelemente im Komplettschutz
Mit den neuen Komplettschutz-Versicherungen für Küchenelemente und -geräte betritt Wertgarantie neues Terrain und kann bereits ein Partnernetz von über 600 Fachmärkten vorweisen. Mehr dazu erfahren Sie in unserer Extra-Ausgabe (Seite 5), die direkt hier im Browser kostenfrei gelesen werden kann.
Neue Wege mit „Mieten statt Kaufen“
Einen neuen Weg geht Wertgarantie auch mit dem Angebot „Mieten statt Kaufen“: Nach der erfolgreichen Übernahme des Mietgeschäfts des Club.Weiss in Österreich folgte nun eine Pilotphase auf dem Heimatmarkt, die derzeit erweitert wird. Während das Konzept auf 25 Jahre Erfahrung in Österreich blicken kann, ist die Option, Hausgeräte zu mieten statt sie zu kaufen, in Deutschland echtes Neuland. „Die Nutzungsgewohnheiten verändern sich. Immer mehr Menschen wollen Produkte flexibel nutzen statt dauerhaft besitzen“, ordnet Döring ein. „Angebote wie unseres werden keine Massenmärkte ersetzen, aber sie können unser Portfolio sinnvoll ergänzen und neue Zielgruppen erschließen.“ In Österreich wird „Mieten statt Kaufen“ derzeit bei mehr als 170 Fachhandelspartnern angeboten – Tendenz steigend. In Deutschland ist die Pilotphase bisher sehr erfolgreich verlaufen, sodass ein Roll-out im Laufe des Jahres möglich ist. Mehr dazu erfahren Sie auch in der Elektromarkt Ausgabe 01-2026, die am 31. März erscheint.
Nachhaltigkeit als strategischer Kern
Nachhaltigkeit ist für die Wertgarantie Group ein integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie und wird ganzheitlich im Geschäftsmodell, Geschäftsbetrieb, Arbeitgeberversprechen sowie in der Kunden- und Partnerbeziehung integriert. Die „Nachhaltigkeitsstrategie 2025+“ bündele diese Bemühungen und mache den positiven Einfluss auf die Themen Kreislaufwirtschaft und aktive Mobilität sichtbar. Ein sichtbares Zeichen des Engagements sei auch die Auszeichnung mit dem „Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2026“ für den Komplettschutz für Elektronikgeräte.
Politisch hat das Thema Reparatur erheblich an Bedeutung gewonnen: Die EU-Richtlinie zum „Recht auf Reparatur“ verfolgt das Ziel, Reparaturen als sinnvolle Alternative zum Neukauf zu stärken und die Nutzungsdauer von Produkten zu verlängern. Vor diesem Hintergrund hat Wertgarantie zusammen mit den Verbundgruppen ElectronicPartner, Euronics und expert mit einem gemeinsamen Positionspapier eine Basis geschaffen, die den Austausch und die strategische Kooperation im Handlungsfeld „Recht auf Reparatur“ fördern soll: Die beteiligten Unternehmen verfolgen das gemeinsame Ziel, die angeschlossenen Fachhandels- und Servicebetriebe bei der Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zu unterstützen, Ressourcen zu bündeln und Anforderungen sowie Erfahrungen untereinander und mit den politischen Gremien zu diskutieren. Mehr dazu erfahren Sie auch hier.



