03.03.26 – Geschäftsjahr 2025
Miele meldet „moderates Wachstum“
Die Miele Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2025 mit 2,3 % ein Umsatzplus verzeichnen, die Zahl der Mitarbeitenden ging im Zuge des seit 2024 laufenden Restrukturierungsprogramms um 2,4 % zurück. Das eigene Investitionsziel (500 Mio. € bis 2028) für Deutschland wurde erneut bestätigt.
Anlässlich ihres Jahrespressegesprächs verkündete die Geschäftsführung der Miele Gruppe gestern ein moderates Wachstum – in einem „anspruchsvollen Marktumfeld“ habe sich die Miele Gruppe auch im Geschäftsjahr 2025 behaupten können: Der Jahresumsatz konnte um 2,3 % auf 5,16 Mrd. Euro gesteigert werden, wozu der Bereich Küchenlösungen circa 4 Mrd. Euro beitrug. Dazu erklärt Dr. Reinhard Zinkann, Geschäftsführender Gesellschafter: „Das Jahr 2025 war von zahlreichen Herausforderungen geprägt. Dennoch konnten wir unsere Marktposition behaupten und zugleich Zukunftsthemen gezielt vorantreiben.“ Wachstumstreiber seien insbesondere das Küchen- sowie das Gewerbekundengeschäft gewesen, letzteres steuere inzwischen mehr als 1 Mrd. zum Umsatz bei. Das Hausgerätegeschäft entwickelte sich insgesamt differenziert, vor allem das Küchensegment habe positive Impulse gesetzt.
Transformationsprogramm abgeschlossen
Weltweit beschäftigt Miele rund 23.000 Mitarbeitende, was einem Minus von 2,4 % zum Vorjahr entspricht. Dieser Rückgang kommt durch das im Jahr 2024 gestartete „Miele Performance Program“ zustande, das laut Rebecca Steinhage, Geschäftsführerin Human Resources & Corporate Affairs, nun erfolgreich abgeschlossen ist: „Miele kann Wandel. Das haben wir in unserer Geschichte mehrfach bewiesen. Mit dem ,Performance Program' haben wir unsere Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und das Unternehmen zukunftsfest aufgestellt. Trotz wirtschaftlichen Gegenwinds sind wir vorangekommen, haben wertvolle Erfahrungen gesammelt und setzen diesen Weg konsequent fort. Mein Dank gilt allen, die zum Erfolg des Programms beigetragen haben.“ Ziel des Programms sei es gewesen, die Kosten- und Ergebnisstruktur nachhaltig zu verbessern, das Einsparziel von 500 Mio. Euro sei erreicht worden. Die Personalkosten seien um mehr als 120 Mio. Euro gesenkt worden, dabei habe man betriebsbedingte Kündigungen in Deutschland vermeiden können.
Investition in die Wettbewerbsfähigkeit
Das angekündigte Investitionsziel von 500 Mio. Euro in Deutschland bis 2028 bleibt unverändert, wie Reinhard Zinkann betont: „Wir investieren konsequent in die Welt, auch wenn sie unruhig ist. Bis 2028 werden wir rund 60 % unseres Produktportfolios erneuern. Damit bekräftigen wir unseren Premiumanspruch, stärken unsere Marktposition und legen die Basis für künftiges Wachstum.“ In den Jahren 2024 und 2025 habe Miele dafür weltweit insgesamt 468 Mio. Euro, davon rund 300 Mio. Euro in Deutschland, investiert. Die Mittel flössen unter anderem in die Modernisierung und den Ausbau diverser Werke sowie in die Weiterentwicklung von Entwicklungs- und Schulungszentren. Ergänzt werde dies durch Investitionen in internationale Fertigungskapazitäten und den Ausbau des globalen Netzwerks um „Experience Center“ in Brünn, London und Montreal.
Mit Blick auf die Zukunft will Miele im Bereich Digitalisierung die intelligente Vernetzung von Hardware und Software „konsequent vorantreiben“, mit dem Ziel, den Kundennutzen weiter zu erhöhen. Dies gelte sowohl für die Effizienzsteigerung im professionellen Bereich als auch für den privaten Einsatz. Im Zentrum aller Unternehmensaktivitäten stehe zudem der seit 1899 geltende Anspruch an höchste Qualität, wie Dr. Markus Miele, geschäftsführender Gesellschafter, betont: „Wir geben Garantien in einer Zeit ohne Garantien.“
Ausblick 2026
Bei Miele rechnet man damit, dass die geopolitischen Rahmenbedingungen auch im weiteren Jahresverlauf volatil bleiben – mit Auswirkungen auf Lieferketten, Kosten, Marktzugang sowie Kundenverhalten. „Wir blicken auf das Jahr 2026 verhalten optimistisch und rechnen mit einer moderat positiven Umsatzentwicklung, allerdings weiterhin unter hohem Wettbewerbsdruck“, erklärt Markus Miele dazu. Digitalisierung, KI und vernetzte Lösungen böten dabei neue Differenzierungschancen, um die Kundenbindung zu stärken und zusätzliche Service- sowie Geschäftsmodelle zu ermöglichen.



