05.03.26 – GFU HEMIX

HE-Markt für 2025 auf Vorjahresniveau

Der aktuelle Home Electronics Market Index (HEMIX), das gemeinsame Marktforschungsprojekt von GFU und GfK/NIQ, zeigt, dass sich der Markt im Gesamtjahr 2025 auf Vorjahresniveau stabilisiert hat: Der Gesamtumsatz lag bei 46,9 Mrd. Euro (±0,0 % im Vergleich mit 2024).

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Die Zahlen des HEMIX für das Gesamtjahr 2025 in der Übersicht. © GFU

 

Laut der Marktforschenden zeigt sich damit insgesamt eine Marktberuhigung: Während einzelne Segmente weiterhin rückläufig waren – insbesondere klassische Unterhaltungselektronik und Elektrogroßgeräte – sorgten Wachstumsimpulse in den Bereichen Informationstechnologie, Videogames sowie Elektrokleingeräte für Ausgleich.

Carine Chardon, Geschäftsführerin der Branchenorganisation GFU Consumer & Home Electronics GmbH, zur Marktentwicklung: „Nach den deutlichen Korrekturjahren, die auf das Pandemie-bedingte Nachfragehoch in 2020 und 2021 eingesetzt hatten, sahen wir 2025 eine klare Stabilisierung des Marktes. Investitionen in neue Technologien – etwa im Bereich Gaming oder bei leistungsstarken IT-Produkten – sowie ein insgesamt wieder etwas robusteres Konsumklima haben zu dieser Entwicklung beigetragen. Gleichzeitig zeigt sich, dass sich Austauschzyklen in einigen Segmenten verlängern – auch dank langlebiger Produkte.“

Entwicklung bei Elektrohausgeräten

Im Bereich der Elektrohausgeräte wuchs der Gesamtumsatz um 0,5 % auf 17,4 Mrd. Euro. Elektrokleingeräte entwickelten sich mit einem Plus von 3,7 % auf 8,0 Mrd. Euro weiterhin positiv. Innovationen in den Bereichen Komfort und Multifunktionalität sowie eine stabile Nachfrage nach Küchen- und Haushaltshelfern trugen zu dieser Entwicklung bei. Elektrogroßgeräte verzeichneten ein Minus von 2,7 % auf 9,4 Mrd. Euro. Hier zeigte sich eine zurückhaltende Ersatznachfrage, da zahlreiche Anschaffungen bereits in den pandemiebedingten Investitionsjahren vorgezogen wurden.

Entwicklung bei Consumer Electronics

Mit einem Umsatz von 29,5 Mrd. Euro blieb der Bereich Consumer Electronics insgesamt nahezu auf Vorjahresniveau und verzeichnete lediglich einen geringfügigen Rückgang von 0,1 %. Die Bereiche im Einzelnen:

  • Unterhaltungselektronik: Verzeichnete einen Rückgang von 1,9 % auf 7,8 Mrd. Euro. Während TV-Geräte mengenmäßig zulegten, führten sinkende Durchschnittspreise zu Umsatzverlusten. Deutlich rückläufig entwickelte sich zudem der Umsatz im Bereich Home Audio mit einem Minus von 9,0 %. Ursachen hierfür sind eine zunehmende Marktsättigung bei Soundbars und Smart-Audio-Systemen sowie eine insgesamt verhaltene Ersatznachfrage. Positive Impulse innerhalb der Unterhaltungselektronik kamen hingegen insbesondere aus oben benannten Bereichen der Videogame-Konsolen und aus dem Segment Action Cams.

  • Privat genutzte Telekommunikation: Verzeichnete einen Umsatzrückgang von 2,8 % auf 14,4 Mrd. Euro. Smartphones entwickelten sich weiterhin leicht rückläufig und erreichten ein Minus von 3,0 % beim Umsatz. Zwar stiegen die Durchschnittspreise moderat um 2,1 %, jedoch gingen die Stückzahlen um 5,0 % zurück. Verlängerte Nutzungszyklen, technisch ausgereifte Gerätegenerationen sowie ein insgesamt vorsichtiges Konsumverhalten prägten die Entwicklung in diesem Segment. Core Wearables konnten dagegen ein leichtes Umsatzplus von 0,3 % erzielen. Hier standen steigende Stückzahlen von 6,0 % moderat sinkenden Durchschnittspreisen gegenüber.

  • Privat genutzte IT-Produkte: Dieser Bereich entwickelte sich 2025 ausgesprochen dynamisch und verzeichnete ein Umsatzplus von 8,1 % auf 7,3 Mrd. Euro. Besonders stark wuchsen Desktop-PCs mit einem Umsatzanstieg von 33,8 % sowie Notebooks mit einem Plus von 13,5 %. Insgesamt legte der Bereich PCs um 9,4 % zu. Wesentliche Impulse kamen aus Ersatzbeschaffungen im Zuge auslaufender Software-Supportzyklen, aus leistungsstärkeren und KI-fähigen Gerätegenerationen sowie aus anhaltenden Investitionen in die Ausstattung bei Homeoffice- und/oder hybriden Arbeitsmodellen. Auch externe Festplatten mit einem Umsatzplus von 16,9 % sowie USB-Sticks mit einem Zuwachs von 10,5 % entwickelten sich positiv. Der steigende Speicherbedarf durch KI generierte und/oder hochauflösende Inhalte und Gaming-Anwendungen wirkte hier unterstützend. Tablet PCs verzeichneten zwar ein leichtes Absatzplus, mussten jedoch aufgrund sinkender Durchschnittspreise einen Umsatzrückgang von 4,2 % hinnehmen.

Absatz- und Preisentwicklungen gleichen sich aus

In vielen Produktbereichen standen im Jahr 2025 steigende Stückzahlen gesunkenen Durchschnittspreisen gegenüber. Besonders deutlich zeigte sich diese Entwicklung bei TV-Geräten: Zwar stieg der Absatz um 2,1 % auf 4,54 Mio. Stück, gleichzeitig sank der Durchschnittspreis aber um 8,2 % auf 642 Euro über alle verkauften Geräte. Entsprechend verzeichnete das Segment ein Umsatzminus von 6,3 % auf 2,9 Mrd. Milliarden Euro. Die rückläufige Preisentwicklung ist laut der GFU vor allem auf zwei große Faktoren zurückzuführen: Zum einen auf die ausgeprägte Preissensibilität der Konsumentinnen und Konsumenten und zum anderen auf einen zunehmenden Wettbewerb im großformatigen Display-Segment.

Prognose Gesamtjahr 2026

Für das Jahr 2026 erwarten die beteiligten Marktforschenden eine moderate Wachstumsdynamik: Positive Impulse könnten insbesondere von KI-gestützten Endgeräten, der Fußball-Weltmeisterschaft, neuer Gaming-Hardware sowie energie- und ressourceneffizienten Haushaltsgeräten ausgehen. Im zweiten Halbjahr dürfte die anziehende Baukonjunktur den Einbau-Haushaltgeräten einen Schub verleihen. Gleichzeitig bleibe das Marktumfeld angesichts vielschichtiger Unsicherheitsfaktoren, einer gestiegenen Sparneigung und einer weiterhin ausgeprägten Preissensibilität anspruchsvoll.