22.02.22 – YouGov-Studie zum Arbeiten in der Pandemie

gfu veröffentlicht Umfrage-Ergebnisse zum Homeoffice

Die Corona-Pandemie hat seit zwei Jahren Auswirkungen auch auf die Arbeitswelt – mobiles Arbeiten und Homeoffice haben sich als feste Größe etabliert.

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Laut einer Studie der gfu wird das Homeoffice auch nach Corona gefragt bleiben. © Coloures-Pic/stock.adobe.com

 
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So wurde in Ausstattung des Homeoffice investiert. © gfu Consumer & Home Electronics GmbH

 

Eine jüngst von YouGov im Auftrag der Branchenorganisation gfu Consumer & Home Electronics GmbH durchgeführte Studie zeigt, dass Unternehmen und deren Mitarbeitende sich mit der neuen Art des Arbeitens längst arrangiert haben.

Homeoffice bleibt auch in Zukunft

Ein Ergebnis der repräsentativen Befragung ist, dass vielerorts das Homeoffice auch nach Ende der Pandemie voraussichtlich bleiben wird: So sind 70 % der Befragten der Meinung, dass Homeoffice auch nach der Pandemie selbstverständlich weiter praktiziert wird. Dies allerdings nicht mehr in so starkem Umfang. Genau die Hälfte (50 %) der befragten Berufstätigen gibt an, dass ihre Tätigkeit kein Homeoffice zulasse. Jeder fünfte (21 %) der befragten Berufstätigen sagt, aktuell ausschließlich im Homeoffice zu arbeiten, weitere 16 % wechseln zwischen Homeoffice und regulärem Büroarbeitsplatz. Dies führt dazu, dass bei mehr als einem Drittel (37 %) das Arbeitsleben nicht mehr dauerhaft in den Räumlichkeiten der Arbeitgeber stattfindet.

Mehr Lebensqualität

Wichtigstes Argument für das Homeoffice ist der Wegfall des Arbeitsweges, der nach Meinung von 81 % der im Homeoffice Arbeitenden einen Gewinn an Lebensqualität bedeutet. Technische Einschränkungen verzeichnet nur eine Minderheit. 77 % der mobil Arbeitenden sagen, dass sie keine Einschränkungen beispielsweise bei Technikausstattung oder Internetbandbreite im Homeoffice hätten.

Weniger Ablenkung im Homeoffice

Besonders im ersten Jahr der Pandemie hörte man immer wieder ein Argument gegen Homeoffice: Zuhause bestehe das verstärkte Risiko durch nicht zur Arbeit gehörende Dinge abgelenkt zu werden und somit zuhause weniger produktiv zu sein. Doch bei dieser Argumentation wurden anscheinend die Störfaktoren im Büro ausgeblendet. Laut der Studie scheint unter dem Strich sogar die Arbeit im Homeoffice produktiver zu sein. Zwar sagen 37 % der im Homeoffice Arbeitenden, sie seien zuhause häufiger mit anderen Dingen beschäftigt, aber die Mehrheit von 51 % fühlt sich im Büro beim Arbeitgeber häufiger abgelenkt.

Investitionen in Arbeitsplatz-Ergonomie haben zugenommen

Wer sich dauerhaft im Homeoffice einrichtet, kommt an Investitionen nicht vorbei. Während vor einem Jahr gerade 55 % der von zu Hause aus Arbeitenden angaben, dass sie in die Ausstattung des Homeoffice investiert hätten, liegt dieser Wert aktuell bei 70 % (siehe Grafik).

Sprung bei Digitalisierung ausgeblieben

Der große Sprung in Richtung Digitalisierung hat anscheinend trotzdem nicht stattgefunden: Im vergangenen Jahr gaben 36 % an, dass die Pandemie zu einer Beschleunigung der Digitalisierung am eigenen Arbeitsplatz geführt habe. Bei der diesjährigen Umfrage sind es mit 39 % nur wenige mehr.