17.09.26 – Umfrage mit IFH Köln

Unzer: Handel im Spagat

Zwischen Umsatzhoffnung und Margensorge bewegen sich Händler in Deutschland – wie sie auf den wirtschaftlichen Druck reagieren, zeigt eine aktuelle Befragung.

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Als Vertriebschef von Unzer weiß Pascal Beij, dass mehr Wahlfreiheit für Kunden und verlässlichere Entscheidungen für Händler der Königsweg in die Zukunft sind. © Unzer Group

 
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Händler haben mit vielen Herausforderungen zu kämpfen. © Unzer Group

 

Demnach rechnen 55 % der unter insgesamt 109 befragten Handelsunternehmen in den kommenden zwölf Monaten mit steigenden Umsätzen; gleichzeitig gehen 62 % davon aus, dass sich ihre Roherträge dennoch verschlechtern werden. „Die Ergebnisse zeigen eine Situation, die viele mittelständische Händler unmittelbar kennen: Umsatz allein reicht nicht aus, wenn Kosten steigen und die Margen unter Druck geraten“, sagt Pascal Beij als Vertriebschef von Unzer: „Händler investieren deshalb gezielt dort, wo sie Kundinnen und Kunden besser erreichen und ihr Geschäft zugleich effizienter steuern können.“

Statt sich also aus der Digitalisierung zurückzuziehen, bauen Händler ihre Verkaufs- und Serviceangebote aus: Nur 29 % bespielen ihre Vertriebskanäle weiterhin getrennt voneinander, während 81 % die Verknüpfung derselbe bereits umgesetzt haben, sich mitten in der Umsetzung befinden oder diese planen. Anspruchsvoll ist dies gerade für kleine und mittelständische Unternehmen, die bei knappen Budgets hinsichtlich Personal und Zeit trotzdem die Kundenerwartungen erfüllen müssen. So stellen für 69 % zusätzliche Fachkräfte für eine Verknüpfung ihrer Vertriebskanäle eine Herausforderung dar; jeweils 65 % sehen den Aufbau neuer Kanäle bzw. die Zusammenarbeit mit externen Dienstleistern als Hindernis. Auch Investitionen in Software-Lösungen und die Automatisierung relevanter Prozesse werden als Hürden genannt.

Was die Zahlarten angeht, setzen 80 % der Unternehmer auf Kreditkartenzahlung in ihrem Geschäft, 69 % bieten PayPal an und jeweils 68 % Lastschriftverfahren bzw. Vorkasse. Die europäische Bezahllösung Wero kommt laut Umfrage im Handel an, ist aber noch nicht flächendeckend etabliert.

KI als zusätzlicher Vertriebskanal?

54 % der Befragten halten Agentic Commerce in den kommenden ein bis drei Jahren für relevant, sehen aber gleichzeitig großen Klärungsbedarf in Bezug auf Zahlung, Autorisierung, Haftung und Transaktionslimits, wenn KI-Assistenten künftig Produkte recherchieren, Preise vergleichen und im Auftrag von Kunden einkaufen.

„Die Zukunft des Handels wird nicht dadurch besser, dass immer neue Technologien hinzukommen”, erklärt Pascal Beij: „Sie wird besser, wenn Zahlungen, Daten und Prozesse sicher und einfach zusammenspielen. Das gilt für neue Zahlarten wie Wero genauso wie für KI-gestützte Einkaufserlebnisse. Entscheidend ist, dass daraus im Alltag ein echter Vorteil entsteht: mehr Wahlfreiheit für Kunden und bessere, verlässlichere Entscheidungen für Händler.“