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03.02.18 – Einzelhandelsflächen

JLL: Spitzenmieten sinken

Bei den Mieten im Einzelhandel vollzieht sich eine Trendwende: Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Spitzenmieten in 2017 durchschnittlich um 2,6 %.

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Die Spitzenmieten sinken – vor allem in kleineren Oberzentren, aber auch in den großen deutschen Metropolen. © pixabay

 

Wie das Beratungsunternehmen JLL herausfand, sanken die Spitzenmieten im Einzelhandel im vergangenen Jahr weiter ab. Gegenüber 2016 betraf das die „Big 10“ – die zehn größten Städte – mit einem Rückgang von 1 %, während der Höchstsatz bei den 185 beobachteten Städten insgesamt um 2,6 % sank. So lässt sich zum Beispiel in Berlin ein Minus von 6 % im zweiten Halbjahr 2017 gegenüber dem Vergleichszeitraum in 2016 beobachten.

Unterschiede im Rückgang

Vor allem der Online-Handel entziehe dem klassischen Einzelhandel Umsätze, die direkt mit den Mieten in Verbindung stünden, konstatiert Dirk Wichner, Head of Retail Leasing JLL Germany. „Der Druck auf die Margen [..] ist nun bei den Spitzenmieten angekommen. Die Unternehmen versuchen allerdings, nicht nur die Miethöhe pro Quadratmeter abzusenken, sondern insbesondere durch kleinere und effizientere Läden die Gesamtmietbelastung zu verringern.“ Am stärksten prägte sich der Rückgang in kleineren Oberzentren aus, die sich in der Nähe einzelhandelsstarker Märkte befinden; Städte mit hoher lokaler Relevanz für den Einzelhandel können dagegen Zuwächse aufweisen. Genauer betrachtet, zeigen sich auch unter den Big 10 große Unterschiede. So ist die Spitzenmiete in Köln im Betrachtungszeitraum um 5 Euro angestiegen. In Hannover und Berlin dagegen sank der Höchstsatz um 10 bzw. 20 Euro.

Rücklauf auch beim Flächenumsatz

Mit insgesamt 448.200 m² bei 1055 Vertragsabschlüssen ist das Volumen der vermieteten Fläche gegenüber dem Jahr 2016 um 7 % zurückgegangen. Die Anzahl der Abschlüsse nahm zugleich um 2 % ab. Damit ist 2017 das dritte rückläufige Jahr in Folge. Vor allem in den Großstädten werden immer mehr kleine und mittlere Flächen mit weniger als 1000 m² vermietet. Das bedingt den Anteil am Gesamtvermietungsumsatz, der bei den Großen Zehn auf 28 % sank. Allerdings ist auch dieser ungleich verteilt: Düsseldorf, München, Leipzig und Hannover konnten ihr Ergebnis des Vorjahres übertreffen. Nach Flächenumsatz deutlich verloren hat Berlin mit einem Minus von 31 %.

Nach Branchen betrachtet, konnte die Textilsparte mit 290 im vergangenen Jahr die meisten Abschlüsse erreichen, der Anteil der neu vermieteten Flächen ging auf 28 % zurück. Dahinter liegt Gesundheit/Beauty mit einem deutlichen Anstieg auf 16 %. Gründe dafür sind u.a. 23 Großvermietungen mit über 1000 m², die auf Drogeriemarkt- und Fitnessketten entfallen.

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