03.02.22 – Bei Entschärfung der Corona-Lage:

HDE hofft auf ein Umsatzplus für 2022

Der Einzelhandel könnte 2022 ein Umsatzplus von 3 % erzielen. Voraussetzung ist laut HDE, dass die Pandemie und die sie begleitenden Einschränkungen zeitnah an Bedeutung verlieren.

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Sobald das Einkaufen ohne 2G-Regel wieder möglich ist, dürfte laut HDE der Umsatz im Handel wieder steigen. © Monkey Business - stock.adobe.com

 

Die Geschäftslage im Einzelhandel ist insbesondere bei kleineren Unternehmen und im innerstädtischen Bekleidungshandel weiter schlecht. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) unter 1300 Handelsunternehmen. Demnach schätzen 46 % der Händler, die unter 2G arbeiten müssen, ihre Geschäftslage als schlecht ein. Ohne 2G liegt dieser Wert bei 24 %. Dazu kommen bei vielen Händlern nach wie vor große Probleme mit Lieferschwierigkeiten. Insbesondere die Bereiche Sportartikel, Elektronik und Haushaltswaren sind massiv betroffen.

Wachstum im Online-Handel

Wenn die Auswirkungen der Pandemie zeitnah nachlassen und Maßnahmen wie 2G für den Handel zurückgenommen werden, rechnet der HDE für die Branche trotz aller Probleme insgesamt mit einem Umsatzplus von 3 %. Das Gros des Wachstums dürfte allerdings erneut aus dem Online-Bereich kommen, der mit 13,5 % Umsatzplus im Vergleich zum Vorjahr rechnen darf. Insgesamt werden sich die Umsätze im Einzelhandel inklusive des Online-Handels 2022 damit auf mehr als 600 Mrd. Euro belaufen.

„Obwohl die Umsätze in der Gesamtbilanz wachsen werden, gibt es klare Verlierer. Insbesondere die innerstädtischen Händler werden auch in diesem Jahr noch unter Nachwirkungen der Coronakrise leiden. Insgesamt könnten deshalb in diesem Jahr noch einmal knapp 16.000 Geschäfte verloren gehen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.