01.04.20 – BSH

Jahresbilanz und Produktionsstopp

Ihre Jahresbilanz mit einem Umsatz von 13,2 Mrd. Euro (- 1,2 %) stellte die BSH Hausgeräte GmbH vor, wenig später folgte die Nachricht der coronabedingten Produktionsunterbrechung.

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Zufriedenstellende Ergebnisse für ein „herausforderndes Jahr 2019" stellte BSH vor. Aufgrund der Auswirkungen der Coronakrise wurde aktuell die Produktion an mehreren Standorten unterbrochen. © BSH

 

Die Auswirkungen der Verbreitung des Coronavirus machen auch vor der BSH nicht halt: Das Unternehmen erfahre eine deutlich rückläufige Nachfrage, von der nahezu alle Produktkategorien und Absatzmärkte betroffen sind. Vor diesem Hintergrund hat die Geschäftsführung beschlossen, die Produktion für einen Zeitraum von voraussichtlich drei Wochen zu unterbrechen. Die Lieferfähigkeit wird weiterhin sichergestellt. Vom Produktionsstopp betroffen sind Fabriken in Europa, der Türkei und Nordamerika.

2019 in Zahlen

Zuvor hatte das Unternehmen seine Jahresbilanz für 2019 vorgestellt: „2019 war ein herausforderndes Geschäftsjahr für die BSH. Die konsequente Umsetzung unserer ‚Hardware+'-Strategie, mit der wir aktuelle und zukünftige Konsumentenbedürfnisse adressieren, hat dazu beigetragen, das Geschäftsjahr trotz widriger Umstände insgesamt zu einem zufriedenstellenden Abschluss zu bringen“, sagt Uwe Raschke, Vorsitzender der BSH-Geschäftsführung.

Blick auf die Regionen

  • Europa: Steigerung des Umsatzes um knapp 1 % gegenüber Vorjahr.
  • Asien-Pazifik: Umsatzrückgang von rund 10 %, maßgeblich beeinflusst vom rückläufigen Geschäft in China.
  • Amerika (Nordamerika inkl. Mexiko, Lateinamerika): Wachstum um fast 10 %, positiv beeinflusst durch erfolgreiches Projektgeschäft, also die Komplettausstattung von großen Immobilienprojekten mit Hausgeräten.

Zum Jahresende 2019 waren bei der BSH weltweit 58.200 Menschen beschäftigt, 4,6 % weniger als im Vorjahr. Dieser Rückgang sei im Wesentlichen auf die Marktentwicklung in China zurückzuführen. Daneben kündigte das Unternehmen an, vermehrt in Klima- und Umweltschutz zu investieren: Ab 2020 werden alle Standorte der BSH klimaneutral. Durch den Ausbau selbst erzeugter regenerativer Energien und die Steigerung von Energieeffizienz in der Produktion wird die BSH 22,5 GWh ihres Energieverbrauchs einsparen (das entspricht 2,8 % des Gesamtenergieverbrauchs im Vergleich zu 2017) und die eigenen Kapazitäten zur Erzeugung erneuerbarer Energien um 2,5 GWh erweitern. Mit diesen Maßnahmen reduziert die BSH ihre CO2 Emissionen um 5000 t.

Gesteigert habe man hingegen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung und zwar auf 713 Mio. Euro, dies entspricht 5,4 % des Gesamtumsatzes. Der Fokus liegt nach wie vor auf digitalen Technologien: etwa Software zur Steuerung vernetzter Hausgeräte, Sprachsteuerung, Machine Learning und Künstliche Intelligenz.

Außerdem habe man das digitale Ökosystem „Home Connect" ausgebaut und weltweit Partner hinzugewonnen. Aktuell bieten 42 Partner in 40 Ländern ihre Dienstleistungen über die Plattform an. Zu den unterstützten Geräten gehören in Kürze auch Smartwatches mehrerer Anbieter. Durch die Zusammenarbeit mit dem Google Assistant erweitert Home Connect darüber hinaus die Sprachintegration.