17.05.23 – Satellit ist der führende TV-Empfangsweg

Ergebnisse des Astra TV-Monitors 2022

Der Astra TV-Monitor 2022 zeigt: Die meisten TV-Haushalte in Deutschland setzen auf Satellitenempfang. Generell besteht weiterhin eine große „HD-Lücke“, denn rund 2,9 Mio. TV-Haushalte empfangen ihre Programme noch in SD-Qualität.

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Der Satellit ist der führende TV-Verbreitungsweg in Deutschland. © ASTRA

 

Die Kernergebnisse des aktuellen Astra TV-Monitors 2022 liefern Daten zum TV-Empfang in Deutschland: So ging insgesamt die Zahl der TV-Haushalte 2022 hierzulande auf 36,30 Mio. zurück (2021: 37,22 Mio.), der Satellit festigt in diesem Umfeld seine Position und bleibt der Verbreitungsweg Nummer Eins für Fernsehinhalte. Er erreicht mit 16,34 Mio. TV-Haushalten einen Marktanteil von 45,0 % (2020: 17,00 Mio. bzw. 45,7 %). Das Kabelfernsehen versorgt 15,21 Mio. TV-Haushalte und erzielt einen Marktanteil von 41,9 % (2021: 15,58 Mio. bzw. 41,9 %). IPTV legt auf 3,61 Mio. TV-Haushalte zu, das entspricht einem Marktanteil von 9,9 % (2021: 3,31 Mio. bzw. 8,9 %). Die Zahl der Haushalte mit Empfang über DVB-T2 HD ist weiter rückläufig und liegt bei 1,14 Mio. oder umgerechnet 3,1 % (2021: 1,33 Mio. bzw. 3,6 %).

Weiterhin große „HD-Lücke“

Die Zahl der HD-Haushalte in Deutschland lag 2022 bei 33,43 Mio. (2021: 33,76 Mio.). Damit empfingen 92 % aller TV-Haushalte in Deutschland ihr Programm in HD-Qualität. Der Satellit ist auch hier mit 15,24 Mio. erreichten Haushalten der führende Verbreitungsweg für HD-Fernsehen, gefolgt von Kabel mit 13,45 Mio., IPTV (3,6 Mio.) und Terrestrik (1,14 Mio.). Die „HD-Lücke“ ist demnach immer noch beträchtlich: 2,87 Mio. TV-Haushalte empfangen ihr TV-Programm immer noch ausschließlich in SD-Qualität, darunter 1,10 Mio. Sat-Haushalte. Diese Lücke ist auch ein guter Ansatzpunkt für den Handel: Hier lassen sich attraktive Zusatzgeschäfte, beispielsweise mit HD+, umsetzen.

Der Astra TV-Monitor wird jährlich vom Marktforschungsinstitut Kantar im Auftrag von Astra erhoben. Er basiert auf 36,30 Mio. TV-Haushalten in Deutschland. Die Befragung der deutschlandweit insgesamt 6.000 Haushalte fand Ende 2022 statt. Bei der Auswertung wurde jeweils der Erstempfangsweg, also das Hauptempfangsgerät der Haushalte, berücksichtigt.