27.03.26 – Bericht zum Geschäftsjahr 2025
BSH sieht sich „widerstandsfähig“
Die BSH Hausgeräte GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von 15,0 Mrd. Euro (-1,6 % gegenüber 2024). Damit habe man sich laut der Geschäftsführung „wacker geschlagen“.
Das Geschäftsjahr 2025 des BSH sei (erneut) von zahlreichen Herausforderungen geprägt gewesen, darunter unverändert schwache Immobilienmärkte sowie zahlreiche geopolitische Spannungen. Gleichzeitig zeige das Umsatzwachstum (ggü. 2024) in Nordamerika, Europa sowie den Emerging Markets, dass der eigene Zukunftsfahrplan aufgehe. CEO Dr. Matthias Metz betonte daher: „Wir haben uns in schwierigem Fahrwasser wacker geschlagen. Es war ein Jahr mit viel Gegenwind und wichtigen Entscheidungen. Wir haben uns im Markt behauptet und gezielt die Weichen für unsere Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit gestellt.“ Mit einem starken Markenportfolio, klaren strategischen Entscheidungen, fokussierten Investitionen und einem auf die Bedürfnisse der Märkte zugeschnittenen Produktportfolio sei es gelungen, die Position in wichtigen Regionen zu stärken und neue Wachstumspotenziale zu erschließen.
Entwicklung nach Regionen
Die Region Nordamerika steigerte ihren Umsatz in lokaler Währung um mehr als fünf Prozent – aufgrund der Entwicklung des US-Dollars auf Euro-Basis um +0,4 % – und gewann Marktanteile hinzu. Hauptverantwortlich dafür sei das Wachstum bei den Luxusmarken Gaggenau und Thermador sowie im Bereich der Einbaukühlschränke und Gaskochfelder gewesen. Gleichzeitig stärke man die Marke Bosch sowie deren Präsenz und Wettbewerbsfähigkeit in der Region gezielt weiter.
Die Region Europa verzeichnete ein Umsatzplus von 1,2 %. Es sei auch unter herausfordernden Umständen im Markt gelungen, eine Trendwende zu erzielen: Insbesondere ein Umsatzplus von vier Prozent im Einbaubereich und positive Entwicklungen in lokalen Märkten, unter anderem in Deutschland, Großbritannien, Spanien, den Niederlanden oder Italien, würden den Anspruch der BSH als führender Hausgerätehersteller in Europa unterstreichen.
In der Region Emerging Markets zeigte sich ein stabiles Umsatzwachstum von 2,3 % – in lokaler Währung sogar +24 %. Zu der Region gehören unter anderem die Türkei, Osteuropa, der Mittlere Osten, Indien und Afrika. Unterstrichen wird das Wachstum auch durch eine neue regionale Produktionsstätte in Kairo, Ägypten. Um der Größe, Dynamik und strategischen Bedeutung des indischen Marktes Rechnung zu tragen, wird Indien ab 2026 als eigenständige Region Indien etabliert.
Die Region Greater China widerum verzeichnete einen Umsatzrückgang von 7,1 % – in lokaler Währung -3,2 % –, laut BSH aufgrund der anhaltenden Marktschwäche. Dennoch habe man die Position als führender nicht-chinesischer Hausgerätehersteller behaupten können.
Entwicklung bei den Produktfamilien
Bei vielen Produktfamilien habe die BSH 2025 Wachstum verzeichnen können:
Im Bereich Kochen sei eine Trendumkehr gelungen: Bei Öfen wurde ein Umsatzplus von 2,0 % im Vergleich zum Vorjahr erzielt, bei Kochfeldern und Dunstabzugshauben ein Plus von 2,6 % – mit einem deutlichen Trend hin zu Kochfeldern mit integriertem Dunstabzug.
Auch die Produktbereiche Geschirrspülen (+2,1 %) sowie Consumer Products (+0,1 %) konnten Wachstum verzeichnen.
Der Kundendienst der BSH sei mit einem leichten Umsatzanstieg von 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls weiter auf Wachstumskurs.
Rückläufig war hingegen der Umsatz in den Bereichen Kühlen (-4,0 %) sowie Wäschepflege (-1,0 %). Ursächlich sei hierfür vor allem das umkämpfte Marktumfeld gewesen, das sich besonders in der Region Greater China mit einer negativen Umsatzentwicklung in beiden Produktfamilien niederschlug.
Zukunftsinvestitionen
Die Investitionen in Forschung und Entwicklung wurden im Geschäftsjahr 2025 mit Aufwendungen von 847 Mio. Euro und einem Anteil von 5,6 % am Jahresumsatz im Vergleich zum Vorjahr weiter erhöht. CFO Dr. Thorsten Lücke betont: „Im Markt überzeugende Innovationen, vorangetrieben durch Investitionen sowie Ausgaben für Forschung und Entwicklung, sind einer der Wachstumstreiber der BSH.“ Darüber hinaus sei die BSH mit zukunftsgerichteten Investitionen in Höhe von 463 Mio. Euro (3,1 % des Umsatzes) weiter auf einem hohen Niveau und stützte so ihre Wachstumsstrategie in den Märkten. Investiert wurde beispielsweise in Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, die Erfüllung steigender Sicherheitsanforderungen an die IT-Infrastruktur sowie in Kundenservice, Marktpräsenz und Vertrieb.
Ausblick 2026
Die BSH-Geschäftsführung geht davon aus, dass die Märkte auch im laufenden Geschäftsjahr volatil bleiben werden: „Eine wirkliche Erholung der Märkte ist nicht absehbar. Auch für 2026 rechnen wir unverändert nicht mit Rückenwind. Aber wir haben das Fundament, um uns auch in schwierigen Märkten zu beweisen“, fasst Dr. Matthias Metz zusammen. Der CEO erklärt weiter: „Unser Leitmotiv: Widerstandskraft beweisen und in Zukunft investieren. Genau das haben wir 2025 getan. Genau das setzen wir 2026 konsequent und kraftvoll fort. Unser Anspruch ist Märkte gestalten – mit klaren Entscheidungen und konsequenter Umsetzung des Zukunftsfahrplans.“



