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04.10.18 – Zukunft des Einkaufens

Die Generation Z und der stationäre Handel

Was wünscht sich die Generation Z beim Einkaufen? Welche Rolle spielen Smartphones und Co. dabei? Antworten liefert der Gen-Z-Report von Criteo.

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Gastautorin Heike Scholz. © Heike Scholz

 

„10 % der deutschen Bevölkerung gehören der Generation Z an – das sind acht Millionen potenzielle Käufern“, sagt Alexander Gösswein, Regional Managing Director DACH, MEA und Russland beim Commerce-Marketing Unternehmen Criteo. Angesichts des Kaufverhaltens der Millenials (Jahrgänge 1984 bis 1993) wurde noch das Ende des stationären Handels vorausgesagt – die Gen Z kehrt wieder in die Läden zurück. „Die Generation Z hat trotz des omnipräsenten Smartphones das stationäre Einkaufen wieder für sich entdeckt“, erläutert Gösswein. „Für Händler ergeben sich daraus zwei Schlussfolgerungen: Einerseits gilt es, diese mobile-fokussierte Generation mit einem hohen Grad an Personalisierung anzusprechen, auch mit Ads und Apps. Andererseits gewinnen überzeugende Omnichannel-Konzepte zusätzlich an Bedeutung.“

On- und Offline müssen Hand in Hand gehen

Die Instagram-Generation lebt von Visuals und erwartet auch von Händlern coole und ästhetische Online-Erfahrungen mit perfekt in Szene gesetzten Produkten. Zudem sollten Händler auch ihre stationären Geschäfte in Sachen Präsentation und Design auf das nächste Level heben. Die Rolle des Handels als Versorger und „Warenlieferant“ wandelt sich zum Erlebnisraum, in dem ausprobiert und ein Teil der Freizeit verbracht wird. Die Herausforderung liegt darin, die Conversion vor Ort im Laden zu steigern.

Weitere Erkenntnisse aus dem Gen-Z-Report

– Sowohl online als auch offline verfügt die Gen Z über eine signifikante Kaufkraft. Durchschnittlich geben sie dabei online 220 USD (offline: 169 USD) für Unterhaltungselektronik aus, für Kleidung 188 USD (offline: 177 USD) und für Spielzeug 161 USD (offline: 131 USD) – gerechnet auf einen Zeitraum von sechs Monaten.

 – Die Gen Z liebt neben Technologie auch die Haptik: Sie wollen Produkte erleben und fühlen, bevor sie sich entscheiden. Während 77 % angaben, so viel wie möglich online zu shoppen, gehen 80 % gerne im stationären Handel einkaufen, wenn es die Zeit zulässt.

 – Über 50 % der Gen Z gaben an, dass Händlerwebsites und -apps mehr Einfluss auf ihr Kaufverhalten haben als Search, Fernsehwerbung oder auch Online-Ads.

 – 34 % gaben an, dass sie sich Produkte zuerst gerne online ansehen, bevor sie sie anschließend im Laden kaufen. Im Laden angesehene Ware kaufen dagegen nur 23 % später online.

 – Gen Z will alles personalisiert haben, auch Anzeigen. 63 % sagen, dass sie Anzeigen mögen, die einen Mehrwert für sie bieten.