25.06.18 – Fachhändler Martin Kaaden

3 Fragen an ...

Was bewegt den Fachhandel aktuell und welche Produkte kommen bei den Kunden derzeit besonders gut an? Fachhändler Martin Kaaden von em & em verrät es.

 

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Martin Kaaden (rechts) ist Geschäftsführer und Teilhaber der em & em GmbH in Höchstadt/Aisch. © EM & EM

 

Elektromarkt: Welche Produktbereiche und Artikel laufen bei Ihnen im Geschäft derzeit besonders gut?

 

Martin Kaaden: Bei uns läuft generell am besten die Weiße Ware. Als Fachhandel verkaufen wir hier insbesondere Miele und Siemens, im Einsteigerbereich auch Constructa. Besonders gefragt sind dabei gerade Spülmaschinen, aber überraschenderweise auch Herde, die sonst eher im Winter gut gehen. Beliebt ist auch weiterhin der Bereich Kaffee, wo bei den Vollautomaten Nivona und Jura die Nase vorn haben. Die Braune Ware läuft aktuell etwas schleppend – hier hoffen wir, dass die Fußball-WM zur Steigerung der Verkaufszahlen beiträgt.

 

Elektromarkt: Apropos Fußball-WM: Sind hierzu bzw. auch generell besondere Aktionen und Events geplant?

 

Martin Kaaden: Während der vier Wochen, in denen die WM läuft, haben wir eine Aktion: Ab einem Einkaufswert von 500 Euro erhält der Kunde einen Adidas Fußball gratis dazu. Ansonsten sind wir mit Sonderaktionen und Events eher zurückhaltend – hierfür sind wir mit vier bis fünf Mitarbeitern auch ein bisschen zu klein. Wir setzen eher auf Service und Beratung – so gesehen sind wir selbst die Aktion!

 

Elektromarkt: Was wünschen Sie sich von der Industrie und den Verbänden?

Martin Kaaden: Wir agieren vorrangig eigenständig, sind aber auch der Telering angeschlossen. Hier werden wir gut mit Material versorgt, allerdings bleiben wir bei der Ladengestaltung bei unseren eigenen Farben Gelb und Rot. Vonseiten der Industrie wünschen wir in der Tat mehr Unterstützung, als kleiner Fachhändler hat man oft das Gefühl, gegen die Großen nicht ankommen zu können. Problematisch ist v. a. die Preisgestaltung in Zeiten der „Geiz-ist-geil-Mentalität”: Der Kunde will zugleich sparen und höchstens den Preis aus dem Internet zahlen, zugleich fordert er aber den vollen Service.