07.04.26 – Umsatzwachstum von 1,0 %
Stabiles Geschäftsjahr 2025 für Liebherr
Die Firmengruppe Liebherr hat das Jahr 2025 nach eigenen Angaben mit einem Umsatz von 14.772 Mio. € abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete das Unternehmen damit ein Umsatzwachstum von 150 Mio. € (+1,0 %). Mit 1.059 Mio. € habe man zudem auf dem hohen Niveau der beiden Vorjahre weiter investiert.
Die Firmengruppe Liebherr entwickelte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr „stabil“, wie es in einer offiziellen Presseinformation des Verwaltungsrats der Liebherr-International AG heißt: Dank der breiten Diversifikation und dezentralen Struktur habe Liebherr rückläufige Absätze in einzelnen Produktsegmenten ausgleichen können. Die Firmengruppe erzielte 2025 ein Jahresergebnis von 272 Mio. €. Während das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr abnahm, lag das Finanzergebnis über dem Vorjahreswert.
Die Mitarbeiterzahl ist auch im Geschäftsjahr 2025 weiter gewachsen: Zum Jahresende beschäftigte Liebherr weltweit insgesamt 55.963 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 1.235 mehr als im Vorjahr.
Zudem habe Liebherr auch im vergangenen Geschäftsjahr stark investiert, unter anderem in den Ausbau der Produktionsstandorte sowie in Mietparks. So unterstreiche man das langfristige Engagement für Innovation und nachhaltiges und organisches Wachstum. Die Investitionen lagen mit 1.059 Mio. € erneut auf dem hohen Niveau der Vorjahre und wurden mit in der Firmengruppe erwirtschafteten Mitteln bestritten. Die Abschreibungen beliefen sich auf 587 Mio. €.
Entwicklung nach Segmenten
In den Produktsegmenten Maritime Krane, Aerospace und Verkehrstechnik, Verzahntechnik und Automationssysteme, Kühl- und Gefriergeräte, Komponenten sowie Hotels erzielte Liebherr einen Gesamtumsatz von 5.427 Mio. €. Dies entspreche einer deutlichen Steigerung von 14,7 % gegenüber dem Vorjahr. Rückläufig entwickelte sich dagegen der Bereich Baumaschinen und Mining, zu dem die Produktsegmente Erdbewegung, Materialumschlag, Spezialtiefbau, Mining, Mobil- und Raupenkrane, Turmdrehkrane und Betontechnik zählen. Wenngleich die Produktsegmente Spezialtiefbau und Turmdrehkrane zulegen konnten, ging der Umsatz des Bereichs gesamthaft um 5,5 % auf 9.345 Mio. € zurück.
Regionale Unterschiede
Regional entwickelten sich die Umsätze der Firmengruppe unterschiedlich: Rückgänge waren in Asien und Ozeanien und in Nordamerika zu verzeichnen. In Europa habe sich ein geteiltes Bild ergeben: Während die Geschäfte in den Nicht-EU-Ländern rückläufig waren, konnte Liebherr in der Europäischen Union ein Umsatzplus erzielen, das insbesondere von einer positiven Entwicklung in Deutschland getragen wurde. Gewachsen sei Liebherr ebenfalls in Mittel- und Südamerika und in der Absatzregion Afrika/Naher und Mittlerer Osten, wobei sich insbesondere Südafrika und die Vereinigten Arabischen Emirate als Wachstumstreiber erwiesen hätten.
Zuversichtlich ins Jahr 2026
„Liebherr rechnet auch für das Geschäftsjahr 2026 mit einem herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld. Globale Unsicherheiten, geopolitische Spannungen und ein weiter steigender Wettbewerbsdruck werden die Rahmenbedingungen weiter prägen“, so Steffen Günther, Managing Director und Mitglied des Direktoriums der Liebherr-International AG, Bulle (Schweiz). Entsprechend sei in mehreren Produktsegmenten weiterhin mit einer zurückhaltenden Investitionsbereitschaft der Kunden zu rechnen. „Auch wenn die Firmengruppe mit einem erfreulichen Auftragsbestand in das Jahr 2026 gestartet ist, erwarten wir eine ausgeprägte Wachstumsphase jedoch erst ab 2027. Bis dahin nutzen wir die Zeit, um gezielt in unsere Standorte, Innovationen und nachhaltige Lösungen zu investieren“, so Günther weiter. Insgesamt profitiere die Firmengruppe von ihrer hohen Diversifikation, ihrer internationalen Ausrichtung sowie ihrer dezentralen Struktur. Diese Faktoren würden dazu beitragen, globale Unsicherheiten zeitweise abzufedern. Vor diesem Hintergrund sei Liebherr zuversichtlich, in 2026 weiter zu wachsen.



