02.02.24 – Studien des IFH Köln & vom ECC Köln

Onlineumsatz steigt, Gen Z zahlt gern kanalübergreifend

Das IFH Köln liefert aktuelle Daten zum B2C-E-Commerce in Deutschland, während das ECC Köln die Zahlungswünsche der Generation Z untersucht hat.

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Der Onlinehandel, so das IFH Köln, wird 2023 rund 100,4 Mrd. € umsetzen. © Konstantin Yuganov/stock.adobe.com

 
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Diese Kriterien sind Kunden beim Zahlungsverfahren online wichtig. © ECC Köln

 

Nach den zwei pandemiebedingt umsatzstarken Jahren 2020 und 2021 sank der Onlineumsatz 2022 um 2,6 % auf 99,05 Mrd. €. Laut Hochrechnungen der Marktexperten vom IFH Köln wird das Marktvolumen 2023 um 0,9 % leicht zunehmen und rund 100,4 Mrd. € betragen. Das ist das Ergebnis des „Branchenreport Onlinehandel“, für den das IFH Köln Daten zu Onlineumsätzen, Marktanteilen sowie Onlinevertriebswege in neun Branchen beleuchtet. Der Onlinehandel erreicht damit zwar nicht die Zugewinne der beiden Pandemiejahre, steigert seinen Umsatz verglichen mit denen von 2019 aber dennoch um etwa 30 Mrd. €. Setzt sich diese Entwicklung – die Experten prognostizierten schon 2019 eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 7,4 % – weiterhin fort, könnte der E-Commerce 2027 etwa 119 Mrd. € Umsatzvolumen erreichen.

Die Sortimentsbereiche entwickeln sich dem IFH Köln zufolge unterschiedlich. Während FMCG-Produkte (Güter des täglichen Bedarfs) ein Onlinewachstum um voraussichtlich 14 % und damit Platz eins erreichen und die Gesundheitssegmente auf dem zweiten Platz landen, wird u. a. für die Brachen Electronics/Elektrogeräte (bis zu -9 %) sowie Schmuck und Uhren (bis zu -4 %) ein rückläufiges Wachstum erwartet.

Zahlungsfavoriten der Gen Z

Passend zur Entwicklung des Onlinehandels generell hat das ECC Köln in Zusammenarbeit mit VR Payment die Ergebnisse der Studie „ECC Payment Update 2023“ veröffentlicht. Sie beleuchtet den Status quo im Payment-Bereich aus Konsumgütersicht und stützt sich auf eine Umfrage, die im Oktober 2023 unter 1000 Personen durchgeführt wurde. Demnach ist der richtige Mix an Zahlungsoptionen beim Check-out-Prozess online wie stationär essenziell für eine gelungene Costumer Journey. Mit 66 % legt besonders die Generation Z (zwischen 1995 und 2010 Geborene) darauf Wert (52 % insgesamt). Auch die Zahlung über mobile Endgeräte (allgemein: 75 %; Gen Z: 86 %) und die Option „Buy now, pay later“ (allgemein: 24 %; Gen Z: 45 %) ist der jüngeren Generation wichtiger. Produktplatzierungen (52 %) sowie virtuelles Shopping im Metaverse (48 %) findet jeder zweite Befragte interessant.

Eine wichtige Rolle für die Gen Z spielt das Thema Nachhaltigkeit. Zwei Drittel (64 %) erwarten klimaneutrales Verhalten von Händlern auch beim Bezahlen. Allerdings zeigt die Studie auch, dass es hier noch Informationsbedarf gibt. 75 % der Befragten geben nämlich an, den Nachhaltigkeitsgrad von Zahlungsverfahren noch nicht nachvollziehen zu können. Auf Zustimmung stoßen allerdings Bankkarten aus recycelten Materialien (79 %) oder grüne Energie für die Rechenzentren der Zahlungsanbieter (71 %). Etwa 45 % der Gen Z würden für ein nachhaltiges Zahlungsverfahren sogar ihre Zahlungsgewohnheiten ändern.