01.10.26 – CIMA-Studie
Innenstädte: Kunden kehren endlich zurück
Positive Ergebnisse bringt die aktuelle Deutschlandstudie Innenstadt 2026/27 der CIMA Beratung + Management GmbH: So planen die meisten Käufer, „ihre“ Innenstadt künftig mindestens genauso häufig oder sogar häufiger zu besuchen wie heute.
Für die repräsentative Studie wurden über 5000 Bundesbürger im Mai und Juni 2026 befragt. Demnach wollen 83,3 % der Befragten ihre Innenstadt künftig mindestens genauso häufig besuchen wie heute. Das ist der beste Wert seit sechs Jahren. Der Handelsverband Deutschland (HDE) warnt jedoch davor, sich auf dem Erreichten auszuruhen und mahnt zum entschlossenen Vorgehen gegen Leerstände. Die Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland (bcsd) verweist dabei insbesondere auf das große Potenzial von mehr und besserer Kooperation aller Akteure vor Ort.
Lebendige Zentren brauchen guten Mix
„Deutschlands Innenstädte gewinnen wieder an Bindung. Alles spricht dafür, dass die vielen Initiativen sowie Investitionen und Entwicklungsprogramme der vergangenen Jahre zunehmend positive Wirkung entfalten“, erklärt Studienautor und CIMA-Geschäftsführer Roland Wölfel. Für lebendige Stadtzentren gehe es vor allem um einen guten Mix aus Einzelhandel, Gastronomie, Kultur und öffentlichen Einrichtungen. Die Stude zeigt, dass der Einkauf dabei mit großem Abstand der wichtigste Besuchsgrund für die Menschen in der Innenstadt ist: Knapp zwei Drittel der Befragten kommen des Einkaufens wegen, 46 % zum Bummeln und 45 % für die Gastronomie.
Leerstände konsequent bekämpfen
„Das wirft ein deutliches Schlaglicht auf die intensive Verknüpfung zwischen einem vitalen Einzelhandel und lebenswerten Innenstädten. Wer den Einzelhandel vor Ort nicht hegt und pflegt, der wird mit seiner Innenstadt scheitern“, so HDE-Präsident Alexander von Preen. Angesichts dieser zentralen Rolle des Einzelhandels in attraktiven Stadtzentren müsse die Politik auf allen Ebenen dringend an den Rahmenbedingungen arbeiten. „Für lebendige Innenstädte gilt es insbesondere, Leerstände konsequent zu bekämpfen. Dafür braucht es eine Gründungsoffensive mit entsprechenden Fördermitteln für den Einzelhandel.“
Stadtmarketing spielt Schlüsselrolle
Das Potenzial koordinierter Kooperation betont bcsd-Bundesvorsitzende Karmen Strahonja: „Für dauerhaften Erfolg braucht es ein strategisches Gesamtkonzept, das Handel, Gastronomie und Erlebnisangebote miteinander verzahnt. Am Ende muss eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum stehen.“ Dem Stadtmarketing komme dabei eine Schlüsselrolle zu.



