25.10.26 – Digitalisierung
Für grenzenloses Bezahlen in der EU
Freie Fahrt gibt es seit kurzem für Europas digitale Identität in Deutschland: Mit der EUDI-Wallet auf dem Smartphone soll man sich online ausweisen können.
So hat der Deutsche Bundestag im Oktober 2026 den Weg für das Digitale Identitätengesetz (DIdG) freigemacht und damit die rechtliche Grundlage für die Einführung der europäischen EUDI-Wallet in Deutschland geschaffen. Auf der deutschen Wallet, die d-you heißt, können dann offizielle Dokumente wie der Personalausweis, Führerschein oder Zeugnisse digital gespeichert werden; ab Januar 2027 soll d-you kostenfrei und freiwillig für alle deutschen Bürger zur Verfügung stehen.
Branche bringt sich ein
Der Handelsverband Deutschland (HDE) sieht darin einen wichtigen Schritt für die digitale Souveränität Europas: „Der Handel kann mit seinen Millionen Kundenkontakten pro Tag einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, die EUDI-Wallet bei Verbraucherinnen und Verbrauchern bekannt zu machen und ihre Nutzung im Alltag zu fördern. Deshalb bringt sich die Branche von Anfang an aktiv in den Umsetzungsprozess ein“, betont Stephan Tromp als stellvertretender HDE-Hauptgeschäftsführer. Allerdings könne die EUDI-Wallet nur dann Erfolg haben, wenn sie nicht nur einfach zu bedienen sei, sondern auch in möglichst vielen konkreten Alltagssituationen funktioniere: „Dazu gehört auch der Handel, sowohl im Online-Shop als auch an der Kasse. Perspektivisch sollte die Wallet Identifikation und Bezahlung möglichst nahtlos auf dem Smartphone ermöglichen, ohne unnötige Zwischenschritte oder App-Wechsel.“
Neben der europaweiten Interoperabilität sowie einheitlichen Standards und Schnittstellen sieht der HDE auch Datenschutz und Vertrauen als zentrale Voraussetzungen für den Erfolg der EUDI-Wallet. Diese sollte nur die jeweils erforderlichen Daten übermitteln; dafür brauche es eine enge Zusammenarbeit zwischen Staat und Privatwirtschaft sowie verlässliche technische Schnittstellen.



